Ossetien ist eine Region im Kaukasus, deren Norden (Nordossetien) zur Russischen Föderation und deren Süden (Südossetien) zu Georgien gehört.
Die Mehrheit der Bevölkerung stellt in beiden Landesteilen das christliche Volk der Osseten, dass sich traditionell mehr zu Russland zugehörig fühlt. Deswegen ist Südossetien auch ein ständiger Unruheherd aufgrund von Unabhängigkeitsbestrebungen der dortigen Osseten, die mehrheitlich die russische Staatsbürgerschaft angenommen haben.
Nordossetien war bis 2004 ein eher ruhiges Territorium. Diese Ruhe wurde dann jedoch radikal durch die blutige Geiselnahme in der nordossetischen Stadt Beslan gestört - ihre russlandtreue Haltung ließ hierbei die Osseten zur Zielscheibe radikalislamischer Terroristen aus den Nachbarrepubliken Inguschetien und Tschetschenien werden.
Neben den Osseten leben in beiden Teilrepubliken Minderheiten aus Russen, Inguschen, Armeniern und Georgiern. Die wichtigsten Städte Ossetiens sind im Norden Wladikawkas (Hauptstadt), Mosdok und Beslan, im Süden Zchinwali, wobei der Süden durch bewaffnete Konflikte mit Georgien weitgehend entvölkert ist.