| Die Angara 3: Durch Großstädte zum großen Stausee |
Der Unterlauf der Angara ist für sibirische Verhältnisse sehr dicht besiedelt. Keine 50 Kilometer flußab von Irkutsk findet sich bereits die nächste Großstadt, Angarsk, eine knappe Viertelmillion Einwohner groß. Auch Angarsk ist eine Haltestelle der Transsib und bietet den rastwilligen Eisenbahntouristen ein Uhrenmuseum zur Besichtigung. Etwa 80 Kilometer weiter folgt bereits die nächste größere Stadt am Flusslauf, Tscheremchowo, vor allem bekannt durch den Kohlebergbau und mit knapp 70.000 Einwohnern um einiges kleiner als die Nachbarstädte.
Folgt man von Tscheremchowo der Angara weiter flußab, dauert es nicht lange, bis man wegen der ständig wachsenden Breite des Gewässers schon wieder das Gefühl hat, sich im nächsten See zu befinden. Der Grund dafür ist eine Staumauer um einiges weiter flußab bei der nächsten Großstadt Bratsk, die Angara geht hier über in den Bratsker Stausee, den größten Stausee im Flusslauf und der viertgrößte Stausee weltweit. 5.470 Quadratkilometer ist seine Fläche, etwas mehr als doppelt so viel wie Luxemburg.
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Satellitenaufnahme: Flusslauf der Angara von Irkutsk bis nach Bratsk / zum Bratsker Stausee Foto: NASA |
Der Bratsker Stausee ist ein Mammutwerk aus der Sowjetära. Zwischen 1954 und 1966 wurden mitten in der sibirischen Taiga eine 127 Meter hohe Staumauer mit großem Wasserkraftwerk errichtet, die fast einen Kilometer lang ist. Noch heute sind 500 Arbeitskräfte an er Staumauer beschäftigt. Die benachbarte Stadt Bratsk ist heute eine viertel Million Einwohner groß und bedeutend als Industriestandort und Militärstützpunkt.
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