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Die Angara 2: Die Seele Sibiriens und die Metropole an ihrem Ende

Über den Baikalsee brauchen wir hier nicht so sehr viele Worte verlieren - tiefster und ältester See der Erde, sichtbar aus vom Weltall, ein Wunder der Natur. 460 mal würde das Wasser des Bodensees in den Baikal hineinpassen, mit 31.500 Quadratkilometern ist der See fast so groß wie Belgien. Als eines von weltweit 175 Naturdenkmälern ist der Baikalsee seit 1996 Weltnaturerbe, 2.500 Tier- und Pflanzenarten kommen nur hier am See vor.

Fotos: Gorilla Jones/GFDL, Andrej Barabasz/CC

So ist der Baikal - von den Machern öffentlich-rechtlicher Russlandreportagen auch als „Seele Sibiriens“ tituliert - wohl der natürliche Höhepunkt am Flusslauf der Angara, die im äußersten Nordosten in den See hinein und am gegeüberliegenden Ende wieder hinausfließt, direkt bei der Ortschaft Baikal, wo man den zuvor erwähnten Schamanenfelsen findet.

Ab hier wird der Flusslauf weniger urwüchsig, mehr und mehr Touristenboote verkehren, die westliche und russische Besucher von den sibirischen Metropolen in Richtung See und zurück befördern. Die Umgebung wird städtischer und wir nähern uns auf unserem Weg flußab Irkutsk, mit fast 590.000 Einwohnern der größten Stadt am Lauf der Angara, etwa 70 Kilometer vom Baikalsee entfernt.

Satellitenaufnahme: Flusslauf der Angara durch den Baikalsee und über den Abfluss beim Ort Baikal bis Irkutsk

Foto: NASA

Irkutsk, ein wichtiger Halt auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn, entstand vor mehr als 300 Jahren aus einem Kosakenfort. Historische Architektur vor dem 19. Jahrhundert ist dennoch eher selten, einer der Gründe ist ein 1879 statttgefundener Großbrand, der Dreiviertel der Stadt zerstörte. Sehenswert ist das Theater aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Monument für die Erbauer der Transsib sowie eine Reihe von prächtig ausgestatteten orthodoxen Kirchen (hier auch aus dem 18. Jahrhundert) und ein Architekturmuseum. Bei Irkutsk findet sich auch die erste Staustufe der Angara mit dazugehörigem Stausee und Elektrizitätswerk, von denen uns am Unterlauf des Flusses noch mehr begegnen werden.

Fotos: Sansculotte/GFDL, Aladux/GFDL

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