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Sotschi - Urlaubsort nicht nur für Putin
Sotschi (Sotschi) Südliches Sonnenklima, herrliche Badestrände, dazu noch heilsame Schwefelwasserstoff-Quellen. Es gibt eine Reihe von Gründen, die den Badeort Sotschi am Schwarzen Meer berühmt gemacht haben.

Rund 200 Sonnentage im Jahr locken nicht nur den russischen Präsidenten Wladimir Putin in sein Feriendomizil am Ort; das subtropische Klima zieht schon seit langem Staatsoberhäupter, ausländische Touristen und russische Erholungsuchende gleichermaßen in das Heilbad und seine Nachbarorte. Hier empfängt Putin auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Präsident Jacques Chirac.

Ganz so lange russisch ist die Stadt dabei noch gar nicht. 1829 musste das Osmanische Reich die Schwarzmeerküste im Friedensvertrag von Adrianopel an das Zarenreich abtreten. Danach dauerte es allerdings noch Jahrzehnte, bis das Gebiet auch tatsächlich unter russischer Kontrolle stand. Noch 1890 zählte Sotschi nicht einmal hundert Einwohner. Heute werden fast 150 Kilometer Schwarzmeerküste zu Sotschi gerechnet. Bereits um die Jahrhundertwende entstanden die Villen reicher Kaufleute, Industrieller und Adliger. Der Traum von einem russischen Nizza entstand, einem Treffpunkt von Adel und Geldadel.

Die Oktoberrevolution durchkreuzte solche Pläne, doch mit dem sowjetischen "Dekret über die Kurorte von gesamtstaatlicher Bedeutung" setzte gleichwohl ein rasanter Aufschwung ein. Die im Küstentiefland verbreitete Malaria wurde ausgerottet, Sotschi stieg auf zum führenden Kurort der Sowjetunion. Bis Ende der 80er Jahre stieg die jährliche Besucherzahl auf über vier Millionen. Mit dem Zerfall der UdSSR endete für die staatlichen Sanatorien die sichere Einnahmequelle. Zugleich schmolz mit der Unabhängigkeit der Ukraine die Gesamtlänge der russischen Schwarzmeerküste auf gut 300 Kilometer zusammen.

Sotschi ? Sochi ? Sotchi ? Oder was ?
Babylonische Sprachverwirrung beim russischen Urlaubsort ? Je nachdem, wo man etwas liest, finden sich beim Ort Sotschi die unterschiedlichstes Schreibweisen. Die Erklärung ist einfach. Es handelt sich um unterschiedliche Umsetzungen der kyrillischen Schrift, z.B. die deutsche (Sotschi) und die englische (Sochi, die Engländer kennen den Laut tsch nicht in der Schreibweise tsch !). Richtig in der deutschen Umsetzung ist eigentlich Sotschi, so spricht man das russische Wort auch aus. Deshalb verwenden wir bevorzugt diese Schreibweise.

Seit einigen Jahren steigen die Gästezahlen in Sotschi aber wieder an. Daran ändert auch die Nachbarschaft der unruhigen Kaukasusrepubliken nichts. Immerhin ist Tschetschenien etwa 400 Kilometer entfernt.

Weblinks:

(Quelle für diesen Report: Russland RU; Kurzinfos und Links zu weiteren Städten der Wolgaregion finden sich HIER)

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